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Wassergehalt und Holzfeuchte

Holz ist ein natürliches Produkt und es enthält immer einen gewissen Wasseranteil, der je nach Holzart, Erntezeitpunkt im Wald, Lagerort und Dauer in einem weiten Bereich streuen kann. Der Wasseranteil wird entweder als Wassergehalt oder als Holzfeuchte (Holzfeuchtigkeit) angegeben.

a) Wassergehalt (W)

Der Wassergehalt ist das prozentuale Verhältnis von im Holz gebundenem Wasser (kg) zum feuchten Holz (kg).

b) Holzfeuchte (u)

Die Holzfeuchte bezeichnet das prozentuale Verhältnis von im Holz gebundenem Wasser (kg) zur absolut trockenen Holzsubstanz (kg atro).

Bei der energetischen Holznutzung wird üblicherweise der Wassergehalt des Brennstoffs angegeben.

Umrechnung

Wassergehalt     

Holzfeuchtigkeit

W (%)

u (%)

5

5

10

11

15

18

20

25

25

33

30

43

35

54

40

67

45

82

50

100

55

122

60

150

Typische Wassergehalte verschiedener Holzsortimente:

Sortiment                                               

W (%)                          

u (%)             

Hackschnitzel aus...



   erntefrisches Waldholz

40 - 55

67 - 122

   waldgetrocknetes Stammholz

40 - 55

67 - 122

   unter Dach gelagert

20 - 30

25 - 43

   lufttrocken

15 - 20

18 - 25

Restholz aus...



   Sägewerk

25 - 60

30 - 150

   Zimmereien

13 - 20

15 - 25

   Schreinereien

07 - 17

07 - 20

Der Wasseranteil hat einen entscheidenden Einfluss auf die Transporteigenschaften, die Lagerfähigkeit bzw. Beständigkeit sowie die Qualität der Holzverbrennung (v.a. Heizwert und Emissionen).

Entwicklung des Heizwerts (kWh / kg) in Abhängigkeit des Wassergehalts:

Entwicklung des Heizwerts (kWh / m3) in Abhängigkeit des Wassergehalts:

Je nach eingesetzter Feuerungstechnik dürfen bestimmte Wassergehalte im Brennstoff nicht überschritten werden. Im Rahmen eines Brennstoffliefervertrags ist der Brennstoff hinreichend genau zu definieren, insbesondere hinsichtlich des Wassergehaltspektrums.
Bei der Planung und der Realisierung einer Holz- und Bioenergieanlage sollte das Thema „einzusetzender Brennstoff“ frühzeitig behandelt werden. Idealerweise ist geplante Feuerungs- und Fördertechnik an den einzusetzenden Brennstoff anzupassen und nicht umgekehrt.